Sicher durch die dunklen Monate: Tipps für den Schulweg im Herbst

Kind mit reflektierendem Schulranzen auf einem nebligen, laubbedeckten Gehweg am frühen Morgen

Wenn die Kinder morgens das Haus verlassen, ist es jetzt oft noch dämmrig. Nebel, nasses Laub und kurze Tage verändern den Schulweg spürbar, und viele Eltern merken erst im Oktober, dass die vertrauten Wege aus dem Sommer nicht mehr ganz so harmlos sind. Wir haben gesammelt, worauf es in den kommenden Wochen ankommt.

Gesehen werden ist die halbe Miete

Autofahrer erkennen dunkel gekleidete Fußgänger in der Dämmerung erst sehr spät. Helle Jacken helfen, reflektierende Elemente helfen noch mehr, weil sie das Scheinwerferlicht zurückwerfen. Viele Schulranzen haben bereits Reflektorflächen. Sobald aber ein dunkler Regenüberzug darüber hängt, sind sie wirkungslos.

Praktisch und günstig sind Anhänger, Klettbänder für Arm oder Hosenbein und Warnwesten in Kindergröße. Am besten sitzen die Reflektoren dort, wo sich etwas bewegt, also an Armen und Beinen. Ein Licht, das sich bewegt, fällt dem Auge schneller auf als eine starre Fläche am Rücken.

Den Weg noch einmal gemeinsam gehen

Im Spätsommer haben viele Familien den Schulweg geübt. Bei Dunkelheit wirkt derselbe Weg aber anders. Ein kurzer Probelauf an einem frühen Morgen zeigt, wo Laternen fehlen, wo Hecken die Sicht auf die Straße verdecken und wo parkende Autos zum Hindernis werden. Dabei lassen sich diese Fragen gut besprechen:

  • Welche Stelle ist zum Überqueren die sicherste, auch wenn sie einen kleinen Umweg bedeutet?
  • Wo liegt viel Laub, das bei Regen rutschig wird?
  • Wie verhält sich das Kind, wenn ein Auto rückwärts aus einer Einfahrt kommt und der Fahrer es vielleicht nicht sieht?
  • Was ändert sich, wenn Nebel die Sicht einschränkt?

Kinder schätzen Geschwindigkeit und Entfernung von Autos anders ein als Erwachsene. Deshalb lohnt es sich, das bewusste Stehenbleiben, Schauen und erst dann Gehen immer wieder zu üben, auch wenn es anfangs umständlich wirkt.

Mit dem Rad unterwegs

Ältere Schülerinnen und Schüler fahren oft mit dem Fahrrad. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Beleuchtung zu prüfen: Funktionieren Vorder- und Rücklicht, sind die Reflektoren an Pedalen und Speichen noch vollständig, greifen die Bremsen auch auf nasser Fahrbahn? Ein Helm mit hellem Bezug oder reflektierendem Aufkleber macht zusätzlich sichtbar. Auf nassem Laub sollte man Kurven langsam nehmen und nicht abrupt bremsen.

Nach der Zeitumstellung aufmerksam bleiben

Am 25. Oktober werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Morgens wird es dann für einige Wochen wieder etwas früher hell, dafür bricht die Dunkelheit am Nachmittag deutlich eher herein. Das betrifft vor allem Kinder, die nach der Nachmittagsbetreuung oder vom Sportverein allein nach Hause gehen. Die Reflektoren gehören also nicht nur an die Kleidung für den Morgen, sondern auch an die Jacke für den Heimweg.

Auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, können viel beitragen: langsam an der Schule vorbeifahren, nicht in zweiter Reihe halten und die Kinder auf der Gehwegseite aussteigen lassen. So bleibt der Bereich vor dem Schultor für alle übersichtlich, und die Kinder, die zu Fuß kommen, haben den Platz, den sie brauchen.